Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Letztes Feedback

http://myblog.de/the.future.is.analogue

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Mikko Rimminen: Tütenbierroman

Personen:

Marschall
Henninen
Bifi (wegen seiner Vorliebe für Fleisch- und Wurstwaren)

 

Was Mikko Rimminen in seinem ersten Roman von 2004 mit der Sprache anstellt ist nicht einfach zu beschreiben. Seine Metaphorik ist ebenso absurd wie holprig. Rimminen dehnt, komprimiert und verformt die Sprache mit der er seine "Geschichte" erzählt quasi wie Knetgummi. Er entwirft skurrile Bilder und abwegige Vergleiche, die für manchen Leser vermutlich erheiternd sind, vorausgesetzt er verfügt über einen Zugang zu dem etwas seltsamen Humor des Autors. 
In "Tütenbierroman" passiert im Grunde nichts. Es geht um drei nicht mehr ganz junge Arbeitslose, die ihre Tage am Stammkiosk oder auf Streifzügen durch den Helsinkier Stadtteil Kallio zubringen. Vor, nach und zwischen den zahlreichen Bieren, die unablässig konsumiert werden, sprechen die drei über Dies und Das, Gott und die Welt, das Leben an sich. Das tun sie in eingangs erwähnter mit seltsamen Metaphern gespickter Sprache. Mitunter trifft Rimminen mit seinen Formulierungen auch ins Schwarze, leider wirken die ständigen Versuche möglichst originell zu schreiben schnell sehr angestrengt.


Ich konnte keinen Zugang zu den eigentlich inhaltslosen Gesprächen der drei Männer finden und ebensowenig konnte ich den Figuren selbst viel abgewinnen. Alle drei wirkten auf mich wie Karikaturen ohne wirkliche Persönlichkeit. Die Inhaltsloigkeit des ganzen Textes hat mich schließlich dazu bewogen meine Lektüre nach ca. zwei Dritteln abzubrechen.


Episoden, an die ich mich noch erinnern kann:

 

  • In Marschalls Wohnhaus wird die tote Nachbarin abgeholt, die drei Männer stehen gaffend im Stiegenaufgang und geben Kommentare zum Geschehen ab.

  • Einer von den drei verliert einen Schuh und klaut sich daraufhin einen aus einem Schuhgeschäft.

  • Die Drei ziehen vom Kiosk zu einer Wiese, wo sie zwei Mädchen treffen mit denen sie weitertrinken. 

  • Alle drei Männer spielen gerne Würfeln, können sich aber sehr lange nicht entscheiden, ob man nun spielen sollte oder nicht bzw. ob man in die Wohnung gehen und die Würfel holen sollte


Abschließend ein Zitat aus dem Falter, das in einem Satz das gesamte Buch zu erfassen vermag: "Mikko Rimminens Tütenbierroman erzählt fast nichts von Menschen, die fast nichts tun"

siehe: http://www.falter.at/web/shop/detail.php?id=24423&SESSID=860af4b0bcf22eeebb8388129b11a255

1.6.11 20:53
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung